Die neue Kunst des Abendessens

Die neue Kunst des Abendessens

5 Tipps, wie du dein Abendessen schnell und einfach revolutionierst

Wenn ich an Abendessen in meiner Kindheit zurückdenke, habe ich vor allem zwei Erinnerungen. Entweder gab es bei uns belegte Brote (der deutsche Begriff "Abendbrot" kommt schließlich nicht von irgendwo her), oder ein Essen mit drei Komponenten. In der Regel waren das Fleisch, Gemüse und etwas mit Kohlenhydraten, vor allem Kartoffeln (auch das ist typisch deutsch). 

Diese Komponenten schienen fast zufällig auf meinem Teller zu landen und stapelten sich oft in drei voneinander getrennten kleinen Häufchen. Kartoffeln, Hühnchen und Möhren. Kartoffeln, Fisch und Brokkoli. Kartoffelbrei, Buletten und Erbsen.

Kitchen Stories

Wir könnten diese Art des Abendessens nostalgisch betrachten oder Melissa Clark zustimmen, die sagt:

« Diese Art von Abendessen kann zu einer echten Herausforderung werden, denn es ignoriert die Entwicklung unserer Esskultur. »

In ihrem Kochbuch "Dinner: Changing the game" spricht sie darüber, wie man das Abendessen der heutigen Zeit neu gestalten kann. Zunächst konzentriert sie sich dabei auf eine Hauptzutat, egal ob Hähnchen, Eier, Tofu oder Nudeln. Diese Hauptzutat soll dazu inspirieren, dein Essen auf unterschiedliche Art zuzubereiten und zu kombinieren, so dass du nicht wieder in alte Gewohnheiten zurückfällst und ein Gericht immer und immer wieder gleich kochst. 

"Mehr Geschmack, weniger Arbeit" — bist du bereit? Hier kommen 5 Tipps, die wir von Melissa Clark gelernt haben:

1. Füll deine Vorratskammer auf

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Es gibt ein paar Dinge, die du immer vorrätig haben solltest. Im Buch findest du dafür eine ganze Zutatenliste, unter anderem mit Öl, Zitronen, Knoblauch, Ingwer, unterschiedlichen Senfsorten, Sojasauce, Harissa, konservierte Zitronen und Kimchi. Und, hast du diese Dinge bereits in der Küche? Nein?  Na dann ab zum Einkaufen!

2. Iss das Essen, auf das du wirklich Lust hast

Lamm-Schweine-Gyros mit Tzatziki

Lamm-Schweine-Gyros mit Tzatziki

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Melissa Clark überdenkt unsere veralteten Essgewohnheiten, denn es gibt einen großen Unterschied zwischen unserer Vorstellung, was man zum Abend essen sollte und dem Wunsch, was wir tatsächlich essen wollen. Kombiniere unterschiedliche Zutaten also zu einem neuen, einheitlichen Gericht, anstatt die einzelnen Komponenten nebeneinander auf deinem Teller zu servieren.

3. Benutze dein Backblech

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Natürlich lieben wir One-Pot-Gerichte, aber es gibt noch mehr unentdecktes Potential in der Küche: Hallo Backblech! Darauf kannst du sowohl anrichten, zubereiten, marinieren und würzen als auch braten und servieren! Wenn du auf der Suche nach passenden Gerichten bist, ist dieses Buch eine tolle Inspirationsquelle.

4. Konzentriere dich auf eine Zutat

One-Pot-Pasta

One-Pot-Pasta

→ zum Rezept

Versuche, dich nur auf eine Hauptzutat zu konzentrieren und neue, inspirierende Kombinationen rundherum zu finden. Verwende einfache Zutaten und versuche, so wenig Küchengeräte wie nötig zu benutzen. Voilà, schon hast du die Kunst des neuen Abendessens gelernt!

5. Salat ist ein vollwertiges Abendessen — wenn du ihn richtig machst

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Es gibt noch immer das Vorurteil, dass man von Salat nicht satt wird. Das mag richtig sein, wenn du an schlichten Eisbergsalat denkst, aber wenn du es richtig anstellst, wird Salat zu deinem neuen Lieblings-Abendessen. Stell dir die Salatschüssel deiner Träume zusammen, verwerte Reste vom Vortag und kombiniere sie auf kreative Art und Weise neu miteinander.