Was steckt hinter der „From Nose to Tail“-Küche?

Innereien, also die inneren Organe von Tieren, zu essen, hat in den letzten Jahrzehnten einen eher schlechten Ruf eingenommen. Gerichte mit Nieren, Leber und Herz, die bei den älteren Generationen öfter auf den Esstisch kamen, sind heutzutage fast vollkommen von unseren Speisekarten verschwunden.

Aber langsam entwickelt sich ein neuer Trend, bei dem das Zubereiten von Innereien wieder in den Fokus rückt. Das Ganze hat auch ethische Gründe, denn wenn wir nur ausgewählte Teile eines Tieres essen, verschwenden wir den Rest davon. Wir verraten dir alles, was du über den Trend „From Nose to Tail“ wissen musst.

Die Requisiten gehören "Aufschnitt Berlin"

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Auf dem Weg zu einem respektvollen Umgang mit Fleisch

Außer der Niere und der Leber sind Innereien in gewöhnlichen Supermärkten nicht so leicht zu bekommen. Es ist also in jedem Fall besser einen lokalen Metzger aufzusuchen, der dich nicht nur beraten, sondern dich auch direkt mit regionalen Produkte beliefern kann. Das ganze Tier zu essen, ist sozusagen eine Hommage an das Tier. Wenn das Tier getötet wird, sollte anschließend weniger als die Hälfte verschwendet werden.

Von „Nose to Tail“ zu essen, soll also das sinnlose Verschwenden von Tieren bekämpfen, das in der Fleischindustrie gang und gäbe ist. Damit könnten auch die negativen Auswirkungen des Fleischkonsums vermindert werden, denn letztendlich müssten weniger Tiere geschlachtet werden.

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Auf die inneren Werte kommt es an

Aufgrund der Funktionen bestimmter Organe kann der Verzehr von Innereien deinen Körper mit vielen Nährstoffen versorgen – mehr als eine gewöhnliche Hähnchenbrust kann. Die Leber ist beispielsweise eine hervorragende Eisenquelle, während Nieren viel Vitamin B12 und B2 liefern. Du sparst dir also zusätzlich teure Ergänzungsmittel aus der Apotheke oder dem Supermarkt.

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Was wir aus dem Trend „From Nose to Tail“ mitnehmen

Die Liste an positiven Argumenten ist lang: „From Nose to Tail“ zu essen, ist dem Tier gegenüber respektvoller und besser für die Umwelt, da dadurch weniger verschwendet wird. Zudem lernst du neue, interessante Geschmäcker kennen und das Kochen ist sogar günstiger. Wenn dich die Neugier gepackt hat, kannst du deine Einkaufsliste um Zunge, Herz oder Kutteln erweitern, was selbst den geübten Innereien-Esser abschrecken kann. Wenn du lieber simpel anfangen möchtest, kannst du es mit Gerichten wie gehackter Niere auf Toast oder Leber und Speck mit Kartoffelbrei und Zwiebelsoße versuchen.
Ein Tier kann also mit wenigen Ausnahmen komplett gegessen werden. Von der Zunge über das Knochenmark bis zur Leber – jeder Teil hat andere Texturen, Geschmäcker und Vorteile. Es wird Zeit, den Supermarkt links liegen zu lassen und einen Ausflug zum lokalen Metzger zu machen.

Dein Interesse ist geweckt und du würdest auch gern mit Innereien kochen? In diesem Kochbuch findest du Ideen und Inspiration.

Wir danken Aufschnitt Berlin für die Zurverfügungstellung der Requisiten.