3 italienische Gerichte voller Erinnerungen

3 italienische Gerichte voller Erinnerungen

Fürs ganze Leben gesättigt.

Jacques Pépin schrieb einst: „Essen hat etwas vergängliches, kurzzeitiges und zerbrechliches. Man bereitet es zu, danach ist es vorbei, und was bleibt, sind Erinnerungen.“
Und er hätte sich nicht besser ausdrücken können. Unsere Erinnerungen heften sich bereitwillig an all die Freuden, die wir mit Essensgenuss in Verbindung bringen – sei es der spezifische, unvergessliche Geschmack eines Gerichts oder die Freunde und Familie, mit denen wir zusammensaßen. Eine Besonderheit des Essens ist, dass wir trotz seines „vergänglichen, kurzzeitigen und zerbrechlichen“ Charakters tagtäglich damit in Berührung kommen, und sich uns somit unzählige Möglichkeiten bieten, die hiermit verbundenen Erinnerungen heraufzubeschwören. Wirklich schwer fällt es uns nicht: der belebende Duft eines frischen Krautes, das erdig-grasige Aroma einer Tasse voll grünem Tee, oder vielleicht der würzige, köstliche Geschmack hausgemachter Backwaren. All diese Dinge können unsere Erinnerungen aufleben lassen. Selbst ein sehr einfaches, nebensächliches Detail einer Mahlzeit, wie zum Beispiel das Gedeck oder die Hintergrundmusik, können unser Gedächtnis stimulieren.

Kitchen Stories

Vor einiger Zeit ist mir selber etwas Derartiges passiert; ich war bei einem Freund zuhause und sah einige Schüsseln und Platten auf seiner Arbeitsplatte liegen. Normalerweise hätte ich nicht weiter darauf geachtet, denn mein Freund ist Koch und hat eine sehr gut ausgestattete Küche. Zwischen all seinen Utensilien zog jedoch ein Pizzastein meine Aufmerksamkeit auf sich und löste direkt eine Erinnerung in mir aus.
Als ich 23 Jahre alt war, zog ich von Chicago nach New York City. Einer meiner ersten Freunde dort war ein Pizzabäcker auch Neapel namens Luigi. Wir waren in der Windy City Bar ins Gespräch gekommen und fanden nach wenigen Minuten heraus, dass wir beide bald nach New York City ziehen würden. Ich kannte Luigi kaum, aber hatte in ihm bereits einen Freund gefunden.
In New York arbeiteten wir beide in der Küche, und, wie Köche es so gern tun, erholten wir uns vom Stress der anstrengenden Arbeit mit ein paar gemeinsamen Drinks und natürlich Essen. Nach Schichtende nahm ich für gewöhnlich die Bahn nach Hell’s Kitchen und besuchte Luigi in seinem Restaurant. Jedes Mal, ohne Ausnahme, machte er hier eine andere Pizza für mich. Jede einzelne war köstlich, jede einzelne war sein Stolz und Freude. Für ihn war dies jedoch mehr als nur eine Darbietung seiner Kochkünste – er erzählte seine ganz persönliche Geschichte.

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Zu jeder Pizza gab es eine Anekdote. Er erklärte sorgfältig die Zusammensetzung eines jeden Teigs, welche verschiedenen italienischen Mehle er für ihre Herstellung importierte, und wie seine Onkel in Neapel ihm von klein auf das Kneten beibrachten. Was ich in hier lernte war, wie wichtig es ist, die frischesten Zutaten zu verwenden, genauso wie einen guten Pizzastein, einen Pizzawender und den perfekten Teller zum Servieren.

Pizza Bufalina

Pizza Bufalina

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All dieses Wissen wurde jedoch erst einige Jahre später wirklich wichtig für mich, als ich zum ersten Mal Luigis Heimatland besuchte. Wie man sich sicherlich vorstellen kann, waren Essen und Trinken ein wesentlicher Bestandteil meines ersten Italienbesuchs. Der Grund hierfür war es, die Familie meiner Freundin kennenzulernen und sie in ihrer Heimatstadt Bergamo zu besuchen. Die mittelalterliche Stadt, der Blick über die grünen Hügel, die Zugfahrt nach Mailand und die entspannten Spaziergänge durch die staubigen Straßen – all diese Erlebnisse waren unvergesslich. Doch die größte Freude waren für mich die Mahlzeiten, welche ich mit der Familie meiner Freundin teilen durfte.

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Die Familie deines Partners kennenzulernen ist keine leichte Angelegenheit. Seine oder ihre Eltern sehen endlich in Fleisch und Blut jene Person, die sie bisher nur von den Erzählungen ihres Sohnes oder ihrer Tochter kannten – und vielleicht noch von einigen sorgsam ausgewählten Fotos. Und, noch wichtiger, sie überzeugen sich davon, ob ihr Kind in guten Händen ist. Dieses Wissen machte mich etwas nervös, und meine nichtexistenten Italienischkenntnisse, aufgrund welcher ich nur schwerlich verbal für mich selbst eintreten konnte, machten es nicht besser.
Schlussendlich war jedoch all dies egal. Worte verlieren an Wichtigkeit, wenn Menschen sich um gutes Essen und Wein scharen. Das warme Willkommenslächeln einer italienischen Mutter, welche dir Orecchiette mit Wildbrokkoli oder Rigatoni mit Salsiccia und Ricotta serviert, sagt mehr als tausend Worte.

Orecchiette mit Wildbrokkoli

Orecchiette mit Wildbrokkoli

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Rigatoni mit Salsiccia und Ricotta

Rigatoni mit Salsiccia und Ricotta

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Etwas ganz besonderes an den Erinnerungen, welche mit Essen verknüpft sind, ist dass sie Zeit und Raum mit Leichtigkeit durchqueren – an jenem Nachmittag als ich den Pizzastein sah, war es Sommer 2016 in Berlin, für einen Augenblich wurde ich jedoch in den Sommer 2010 nach New York City versetzt.

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Es mangelt jedoch niemals an Gelegenheiten, derartige Nostalgie wiederaufleben zu lassen. Neben meinem Büro ist ein italienischer Markt, und jedes Mal, wenn ich daran vorbeigehe, werden die Erinnerungen an Italien und der Genuss der Mahlzeiten zusammen mit der Familie meiner Freundin wieder zum Leben erweckt. Wahrscheinlich ist dies die größte Stärke, die Essen besitzt – es nährt unsere Körper, aber es nährt auch unsere Erinnerungen. Und wir sind ein Leben lang satt.

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Bei der Wahl deines Pizzatellers empfiehlt sich ein simples, elegantes Design.

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Die Aufmachung ist alles, und der richtige Pastateller ist fast so wichtig wie die richtigen Zutaten.

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