So braust du dein eigenes Bier zu Hause

In einem Craft Beer steckt mehr als nur die richtige Mischung aus Hopfen, Malz, Wasser und Hefe. Es ist eine Kunst und Wissenschaft, mit der du auch zu Hause experimentieren kannst, statt ständig das gleiche, herkömmliche Bier zu trinken. Schluss mit Massengeschmack, Zeit für individuellen hausgemachten Trinkgenuss!

Aus Liebe zum Handwerk

Hinter der Craft-Beer-Bewegung steht die Haltung gegen das profillose Massenkonsumgut Bier. Craft-Beer-Brauer wollen alte Brautraditionen weiterentwickeln und aufregender Biere erzeugen, die Spaß machen und Genuss auf hohem Niveau bereiten. 

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Deswegen entstehen die Bierexoten meist in Kleinstbrauereien oder Mikrobrauereien und sind eine erfrischende Alternative zu gewöhnlichem Pils, Hellem oder Weizenbier. 

Hohe Qualitätsansprüche, frische Rohstoffe, die Liebe zum Handwerk und eine Portion Eigenwilligkeit sind die neuen Zutaten, die Craft Beer so besonders machen.

Von Kaffee bis Gurke – neue Aromen für Bier

Losgelöst vom Reinheitsgebot kreieren viele Craft-Brauer Biere mit außergewöhnlichen Zutaten und intensiven Aromen. Neben Hopfen, Hefe und Malz finden sich nicht selten Kaffeebohnen, Gewürze, Honig, sogar Gurken oder Früchte in den Sudkesseln wieder. 

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Einige Kreationen reifen monatelang in alten Holzfässern, in denen vorher Wein, Whisky oder Rum zu Hause waren. Dieser Reifeprozess verfeinert das Bier durch fruchtig-rauchige Aromen und schafft zusätzlich Spannung in der Flasche. 

Um die 8.000 Aromen schaffen es so in ein Glas Craft Beer und machen das Getränk komplexer als einen guten Tropfen Wein. Nicht selten entstehen Biere mit einem zweistelligen Alkoholgehalt oder sogenannte Wein-Bier-Hybriden, die das Beste aus Wein und Bier in einem Getränk vereinen. Der Fantasie im Craft-Beer-Sudhaus sind keine Grenzen gesetzt.

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Die Anfänge des heimischen Bierbrauens

Die Geschichte beginnt im Amerika der 70-er Jahre. Schon damals sehnten sich die Menschen nach geschmacksintensiven Biersorten mit Charakter und wollten nicht weiter das fade, industriell hergestellte Bier trinken, das im Supermarkt verkauft wurde.

Nachdem Präsident Jimmy Carter das Hausbrau-Verbot im Jahr 1978 aufgehoben hatte, war die Zeit der „home brewer“, der „Hausbrauer“ gekommen. Praktisch in den eigenen vier Wänden versuchten sich die Hobbybrauer an ausgefallenen Bierkreationen, die sie aus anderen Ländern kannten. Der Craft-Beer-Trend war geboren und löste einen regelrechten Brewery-Boom aus. Mittlerweile exportieren tausende US-Brauer ihre Biere in die ganze Welt. 

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Bier selbst brauen – das solltest du beachten

Es braucht nicht viel, um das eigene Craft Beer zu kreieren. Ein Einkocher oder Einkochautomat – am besten mit integriertem Thermometer - ist das Herzstück jedes Hobbybrauers. Darin entsteht der wertvolle Sud, der später zum fertigen Bier reift.

 Ein Läutereimer mit Deckel sowie Utensilien wie Gärröhrchen, Auslaufhahn und Läuterspiralen dürfen ebenfalls nicht fehlen. Für ganze Eilige gibt es auch fertige Brau-Sets, mit denen man sofort starten kann. 

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Wichtig: Die richtigen Flaschen verwenden! Die klassische Bügelflasche aus Braunglas, die einen halben Liter fasst, eignet sich optimal für die ersten Brauversuche. 

Nun fehlen nur noch die Zutaten. Verschiedene Hopfen-, Malz- und Hefesorten sind ebenfalls in Onlineshops für Hobbybrauer erhältlich. 

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Ganz ohne Rezept solltest du aber nicht starten. Kurzweilig, verständlich und mit zahlreichen Rezeptideen für ausgefallene Craft-Beer-Sorten beschreibt Ferdinand Laudage in seinem Buch „Craft Bier einfach selber brauen“ wie das erste eigene Bier mühelos gelingt – Tipps und Tricks vom Profi inklusive!

Hast du auch schon dein eigenes Bier gebraut? Verrate es uns in den Kommentaren oder schicke uns deine besten Tipps und Tricks!